#8 Auf in den Norden

Zwei weitere Erholungstage auf See – Seetag 3+4

Einen schönen Nachmittag, hier spricht ihr Kapitän.

Gestern Nacht um 21 Uhr bekam ich bereits die Meldung „Zero-Zero“, das bedeutet, alle Passagiere und alle Besatzungsmitglieder waren wieder an Bord. Das ist eher ungewöhnlich, weil ja noch eine Stunde mehr Zeit für das Bording gewesen wäre.

Nach einigen Diskussionen mit der Hafenleitung in Dakar durften wir dann um Mitternacht mit einer Stunde Verspätung ablegen und wieder in See stechen. Unser neuer Kurs ist 358 Grad, unser Ziel Santa Cruz auf Teneriffa. 879 nautische Meilen und zwei weitere sonnige Seetage liegen vor uns.

Unser Schiff hat 100.000 Tonnen, derzeit fahren wir mit einer großen und einer kleinen Maschine ganz gemütlich, mit 36.000 dieselelektrischen PS. Die große Schrauben haben übrigens 6 Meter Durchmesser.

Der Nordostpassat, unser ständiger Begleiter, kommt nun direkt von vorne, er hat etwas an Stärke verloren. Da sich der Fahrtwind dazu addiert wird es heute sehr windig an Deck, die „scheinbare“ Windgeschwindigkeit beträgt über 80 km/h.

Weil gerade Zeit ist, ein paar Erfahrungen und Tipps, die wir bei unserer ersten Kreuzfahrt gesammelt haben, und die vielleicht interessant sein könnten:

Die „richtige“ Deck- und Kabinenwahl

Zunächst mal grundsätzlich: Innenkabinen mit Balkon gibt es nicht. 😉 Im Ernst, Freunde der Seefahrt, wenn schon, dann gleich eine Balkonkabine buchen. Der Aufpreis ist gut investiert. Erstens kann man bei offener Balkontür schlafen, das ist gesund (Seeluft) und schlägt der Klimaanlage (die sich nicht abstellen lässt) ein Schnippchen.

Zweitens gibt es nix schöneres als am frühen Morgen auf den eigenen Balkon treten zu können um mal zu schauen, wo man gerade ist.

Drittens hat man zusätzliche Privatsphäre, wenn man auf der richtigen Seite ist sogar Sonne und bequeme Liegesessel. Auf den TUI MEIN SCHIFF sogar mit Kaffeemaschine in der Kabine.

Und viertens: Bei welchem Verkehrsmittel hat man sonst die Möglichkeit, bei voller Fahrt vor die Tür zu treten? 😉

Und nun zum Deck: Grundsätzlich – je höher, desto besser. Meiden sollte man nur das oberste Passagierdeck, weil es da lauter sein kann (weil ja drüber Remidemi herrscht). Von weiter oben sieht man besser im Hafen und hat weniger Gischt bei rauer See. Weiter unten ist es lauter und beim untersten Passagierdeck schaut man direkt auf die Rettungsboote.

Backbord oder Steuerbord? Das kommt auf die Route an. Die Kabine möglichst Richtung Süden ist immer besser, bei einer Atlantikkreuzfahrt rüber nach New York würde ich z.B. nicht Steuerbord wählen. Ob das Schiff im Hafen Backbord oder Steuerbord anlegt, das weiß man oft nicht so genau. Bei vielen Häfen wechselt das auch.

Hier noch eine Karte unseres nächsten Ziels der Reise:

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