#7 Dakar, Senegal

Dakar – tief im Senegal

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Die Ankunft in Afrika

Früh Morgens kommen wir in Afrika an. Wir liegen wieder mitten im Containerhafen, rundum werden große Frachtschiffe be- und entladen.

Auch Dakar, die Hauptstadt des Senegals, ist kein typisches Ziel für Kreuzfahrtsschiffe. Es ist laut, staubig und schwül, an die Gerüche hier im Hafenbereich muss man sich auch erst gewöhnen. Es riecht nach Diesel, Schweröl und Kunstdünger.

Dakar ist mit etwa 3,5 Millionen Einwohnern (so genau weiß man das nicht) eine afrikanische Großstadt mit allen typischen Begleiterscheinungen.

Afrikanische Lebensfreude, gepaart mit Inshalla. Unser senegalesischer Guide drückt es so aus: Am Morgen wird hier langsam gearbeitet, zu Mittag wenig und am Abend gar nicht. 😉 Ganz kann ich das nicht bestätigen, am Frachter gegenüber wird Tag und Nacht gewerkt.

Der Islam dominiert im Senegal mit 80 %, an jeder zweiten Ecke sieht man eine Moschee. Eine Kirche können wir auch entdecken. Der Senegal ist aber demokratisch und zeichnet sich dadurch aus, dass die Wahlverlierer die Wahlen bisher immer anerkannt haben und es nach der Wahl zu keinen blutigen Konflikte kam. Die Volksgruppen und Religionen leben hier weitgehend friedlich zusammen, es gibt aber wie fast überall in Afrika hohe Armut und hohe Arbeitslosigkeit.

Das Land ist extrem flach (die höchste Erhebung mit 100 Metern oder so) und im Moment sehr trocken, da derzeit keine Regenzeit.

Pünklichst startet unser kleiner Halbtagsausflug heute morgen mit einem großen Bus, vorbei an dutzenden Senegalesen, die Souveniers verkaufen. Das Abiente: Schäbig und trostlos.

Wir verlassen den Hafen in Richtung Süden und fahren durch die Stadt. Viel besser wird es augenscheinlich nicht. Müllberge, dichter Verkehr, Menschentrauben. Schnell wird uns klar, dass wir am Nachmittag und Abend den geschützten Bereich des Schiffes auf eigene Faust lieber nicht verlassen werden. Inshalla.

Unser Ziel heute ist der Bandia Wildpark. Quasi eine kleine Mini-Schnupper-Safari steht auf unserem Reiseplan.
Die Flora und Fauna des Senegal lässt sich am besten in den Nationalparks und Reservaten des Landes beobachten. Ein bekanntestes Reservat ist das Bandia Wildlife Reserve.

Aufgrund einer Privatinitiative entstand das Bandia-Reservat im Westen des Senegal. Im Jahr 1990 wurde es als eine Art Freiluft-Zoo mit 35 km² Fläche gegründet, in dem sich viele importierte Tiere der afrikanischen Savanne tummeln:

  • Kudu
  • Impala
  • Elena-Antilopen
  • Krokodile
  • Zebras
  • Nashörner
  • Flusspferde
  • Giraffen
  • Gazellen
  • Warzenschweine
  • Affen
  • etc.

Bandia Location

Das kleine Reservat befindet sich etwa 65 km südöstlich von Dakar und ist als Tagesausflugsziel beliebt. Man fährt ca. eine Stunde großteils auf einer neuen Autobahn.

Hier im Bandia Reservat hat man es geschafft, einen Teil der ehemaligen einheimischen Tiere wieder anzusiedeln, die bereits seit Jahrhunderten durch Wilderei und Bevölkerungswachstum aus der Region verschwunden sind.

Das von der Gesellschaft für den Schutz der Umwelt und der Wildtiere in Senegal (SPEFS = Societé pour la protection de l’Environnement et de la Faune au Sénégal) geleitete Reservat ist die erste Zuchtstätte für Großtiere im Senegal und den angrenzenden Staaten. Der Betreiber nimmt damit direkt an der Erhaltung der Savannen und ihrer natürlichen Umwelt in Westafrika teil.

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Auf staubigen, roten Pisten fahren wir in großen offenen Jeep-Lastwagen durch die von mächtigen Baobab-Bäumen dominierte Savannenlandschaft Bandias. Hier im Park ist es sehr gepflegt, kein Müll wie sonst an jeder Ecke.

Der Baobab oder auch Affenbrotbaum ist der tonangebende Baum der afrikanischen Trockensavanne. Sein kurzer, dickleibiger Stamm ist ein natürlicher Wasserspeicher, er ist innen hohl. Das weiche Holz der Baobabs enthält bis zu 16 % Prozent Wasser.

Von der Tierwelt Afrikas bekommen wir im Bandia Naturreservat so einiges zu sehen. Zwischen dornigem Gestrüpp und üppiger Vegetation stehen kleine Antilopen-, Gazellen- und Zebraherden.

Angeblich mehr als 20 afrikanische Großtierarten sind hier anzutreffen, einige davon bekommen wir zu Gesicht. Ein Teil des hier anzutreffenden Tierbestandes wurde aus Südafrika eingeführt. Elefanten gibt es hier nicht, und natürlich auch keine Raubtiere.

Die Fahrt durch den Park macht Spaß und ist sehr kurzweilig. Wer sich noch an den Safaripark in Gänserndorf erinnern kann, so ähnlich ist es hier auch. Nur sind wir halt mitten in Afrika, und nicht mitten im Marchfeld, und das ist dann doch eine Spur stimmiger und artgerechter. 😉

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