#4 Auf hoher See

Montag, 9. April 2018
Erster Seetag

Wir haben trotz hohem Seegang bei offener Balkontür sehr gut geschlafen. Das Schiff schwankt zwar merklich, aber man gewöhnt sich rasch daran. Es ist relativ kalt heute morgen (17 Grad), bewölkt und sehr windig (25 kn). Wir fahren mit 16,5 kn (30 km/h) gen Süden.

Es ist erstaunlich ruhig in der Kabine, von den Motoren ist hier auf Deck 7 fast nichts zu hören. Es vibriert auch nix.

Heute Nacht hat uns der Kapitän eine Stunde Zeit geschenkt (Zeitumstellung), wir wissen gar nicht recht, was wir damit anstellen sollen. Die Fitnesskammer ist bereits um 8 Uhr gerammelt voll verschwitzter germanischer Leiber, im Pool wird Aqua-Gym geübt, nein – gedrillt. Kopfschüttelnd spazieren wir vorbei und gönnen uns ein Nickerchen in der Himmel&Meer Lounge ganz vorne am Bug, Deck 12. Sehr entspannend!

Wir finden ein nettes Platzerl ganz oben auf Deck 14, dem Sonnendeck. Der Fahrtwind und der Wind von Achtern heben sich so gut wie auf, und so ist es relativ windstill hier oben über dem Pool. Es scheint den ganzen Tag die Sonne, herrlich!

Mittagessen gehen wir wieder ins Buffetrestaurant Anckelmannsplatz auf Deck 12, hier kann man auch gut frühstücken. Die Backstube hat frisches Brot und Gebäck und hinten im Gosch Sylt kann man sogar draußen sitzen. Es gibt eine Verbindung rauf in die Außenalster, hier darf man noch rauchen. Perfekt!

Am Abend wollen wir wieder ins Atlantik Mediterran auf Deck 4, dort ist das Essen noch feiner. Leider ist um 19:30 Uhr alles besetzt, auch einen Stock tiefer im Atlantik Klassik auf Deck 3. Wir lassen uns auf die Warteliste setzen, bekommen eine Nummer zugeteilt und ca. eine Dreiviertel Stunde später werden wir von der Schaubar auf Deck 5 abgeholt. Es gibt im Atlantik (die beiden Restis sind über eine Treppe im Lokal verbunden) drei verschieden 5-gängige Menüs, dazu Lieblinge für den Tag, regionale Spezialitäten und mehr. Premium All Inklusive versteht sich. Wir essen das beste Steak ever.

Im riesigen Theater stellt sich später noch der Kapitän mit seiner Crew vor, 999 Mann Besatzung aus 42 Nationen, der Bordarzt ist Österreicher. Ach ja, einen recht langatmigen Vortrag über die Kapverden haben wir uns am Nachmittag hier im Theater auch noch gegeben. Für den Absacker kann ich die TUI-Bar auf Deck 4 empfehlen, da sind die Cocktails besser als in der stylischen Schau Bar auf Deck 5.

Dienstag, 10. April
Zweiter Seetag

Wir haben mit der MEIN SCHIFF 4 ein sehr gutes Schiff erwischt, wie uns erfahrene Kreuzfahrer erzählen. Weniger Zwang-Bespaßung als auf AIDA-Schiffen (kein Ballermann), besseres Essen als bei der COSTA. Und vor allem kein Tischzwang, man sucht sich einfach einen Platz. Wir genießen einen erholsamen Seetag bei Windstärke 6, es schaukelt schon sehr heftig. Die Panorama-Sauna ist ein Hit, ganz vorne oben am Bug.

Das Schiff ist ausgebucht, quasi eine geschlossene Gesellschaft. Keiner steigt die nächsten zwei Wochen aus, keiner zu. Auch ein Unterschied zu anderen Kreuzfahrtgesellschaften. Wir sitzen mit 95% Deutschen 50+ quasi in einem Boot. Bisher wurden wir aber aufgrund unserer Herkunft noch nicht diskriminiert … nur einem musste ich erst erklären, dass ohne die österreichische Erfindung der Schiffsschraube er gar nicht hier wäre 😉

Da wir auf südwestlichem Kurs in Richtung der Kapverden realtiv weit von Afrika entfernt sind, fahren wir abseits der üblichen Seerouten. Zwei Tage und Nächte sehen wir rundum nur das weite Meer, sonst nichts. Kein anderes Schiff weit und breit. Es ist die pure Erholung!

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